Helgoland = Guantanamo?!

11 07 2007

Irgendwie scheint die Luft in der CDU-Fraktion mit sinnesvernebelnden Zusätzen versehen zu sein. Wie ich schon hier mal kurz die Frage Demokratie und Folter angeschnitten habe im Zusammenhang mit einer Aussage Schäubles, hat sich diesmal der unrechtspolitische Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion, Geis, in einem Interview zum Thema Guantanamo weitestgehend selbst disqualifiziert.

Von Geis als „Gefährder“ bezeichnete Personen sollten in Sicherheitsverwahrung gebracht werden, ohne Prozess, aber, da wir ja ein Rechtsstaat sind, sollte dieser Vorgang mit vernünftigem Verhalten erfolgen.

Meines Erachtens wäre das vernünftigste Verhalten, das erst gar nicht in die Praxis umzusetzen, oder wenn dann die wahren Gefährder wie den Interviewten & Co. in Sicherheitsverwahrung zu nehmen, es geht doch um die Wahrung der rechtsstaatlichen Demokratie, oder habe ich da was falsch verstanden?

Abschreckung auf allen Kanälen lautet scheinbar in diesen Tagen die Devise, erst sollen potentielle Terroristen Handy- und Internetverbot erhalten, oder gar vorsichtshalber gezielt getötet werden und wo das zu auffällig oder gewaltsam ist, dann halt Internierung auf einer deutschen Insel nach Wahl, Schäubles erste Wahl wäre wohl, dank der geographischen Gegebenheiten dann Helgoland

Ich frage mich auch wo denn wohl Gefährdung und Terrorismus anfängt, aber vermutlich ist das dann Auslegungssache, für die einen bei Stasi 2.0 T-Shirts für die anderen wahrscheinlich deutlich später…

via lawblog

Das Interview im Deutschlandradio.





Versatel ist ein schwarzes Loch…

7 07 2007

…zumindest was Informationsverarbeitung und Servicequalität angeht.

Da ruft mich doch heute eine Dame von Versatel an, um mich auf „die günstigen Tarife, jetzt auch bei Ihnen“ hinzuweisen. So weit so gut, kennt man ja.

Lustigerweise hatte ich gestern erst wieder bei Versatel angerufen um mal nachzufragen, ob mittlerweile mal jemand eines meiner vielen Faxe bewusst wahrgenommen und verarbeitet hat, was mit die Standard-Antwort „Da ist nichts im System, wir warten da schon seit April auf eine Antwort von Ihnen“ einbrachte. Im ersten Moment dachte ich, Versatel hat vielleicht doch noch bemerkt, dass es da mal einen Fax-Eingang gab oder man wollte von sich aus die Angelegenheit klären, aber nein, man wollte mich nur von einem Wechsel überzeugen. Die Dame von heute kann froh sein, dass sie am Telefon war. Eine Promoterin auf freier Flur hätte wohl nur als gute Sprinterin eine Überlebenschance gehabt…

ICH habe seit der Beauftragung des Anschlusses bei Versatel, vor drei (!) Monaten, und der damit verbundenen Kündigung bei meinem alten Anbieter, das dazu erforderliche Formular bereits 7 – mal an Versatel gefaxt, von zwei verschiedenen Anschlüssen aus, die, unerklärlicherweise, alle anderen Faxe offensichtlich tadellos versenden, nur bei Versatel simulieren die beiden Geräte den Versand scheinbar nur. Jedenfalls ist lt. Aussage von Versatel keines dieser Faxe angekommen, im Übrigen war auch ein postalischer Versand nicht erfolgreich, die Vermutung mein bösartiger aktueller Anbieter könnte den Faxversand an den unliebsamen Konkurrenten unterdrücken, konnte ich ja dank des zweiten Gerätes ausräumen. Sehr angenehm ist bei Versatel auch die aufdringliche Aktivität seitens des Unternehmens, Rückrufe sind ein leeres Versprechen, wenn man als Kunde Service möchte soll man gefälligst selbst für 14ct/min anrufen, wobei man den ersten Euro schon locker für den Sprachcomputer investiert. E-Mail-Kontakt oder ähnliches ist auf der Webseite auch nicht vorgesehen, dazu ist ein Login notwendig, der aber mit den bei der Anmeldung eingegebenen Daten nicht möglich ist…

Zum Thema Versatel und Qualität des Service sei hier noch angemerkt, das keiner, aber auch wirklich keiner, der Ansprechpartner sich anscheinend in der Lage sah auf irgendeine Art und Weise sein Bedauern auszudrücken oder potentielle Versäumnisse seitens Versatel einzuräumen. Diese „der Kunde ist doof und Versatel König“-Mentalität a la „vielleicht lassen Sie mal jemanden anderen faxen, unter Umständen bekommt der das besser hin“ zeugt von einer ausgeprägten Service-Orientierung. Irgendwie kann ich wohl froh sein das Versatel sich mir bislang verweigert hat, wer weiß, wie denn der eigentliche Service ist – ich höre schon ein „vielleicht lassen Sie mal jemand anderen ihr Telefon nutzen, unter Umständen bekommt der das hin“ bei einem Anschluss-Ausfall…

„Versatel – Pay and shut up!“ wäre da doch mal ein schöner neuer Slogan…

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